Kinetischer Sand – Neues Spielzeug für Kinder?

Kinder sitzen still und konzentriert im Kinderzimmer, Wohnzimmer oder auch im Gruppenraum des Kindergartens. Zufrieden kneten, bauen und formen sie Figuren aus Sand. Was bis vor kurzer Zeit nur zum Spielen draußen vorstellbar war, hat nun auch Einzug ins das Innere des Hauses gefunden – kinetischer Sand.

Bei kinetischem Sand handelt sich um einen sehr weichen Sand, mit dem man auf nahezu allen Oberflächen arbeiten kann. Er krümelt nicht, verteilt sich nicht, klebt nicht und lässt sich wunderbar kneten. Er besteht zu 98 % aus Quarzsand. Dazu kommt ein polymeres Bindemittel, Polydimethylsiloxan (PDMS), welches ihm diese für Sand untypischen Eigenschaften verleiht. Das Produkt ist konform den Spielzeugrichtlinien produziert und ist frei von Konservierungsstoffen.

Jedoch ist im Umgang mit kinetischen Sand einiges zu beachten: Wie bei jedem Sand besteht die Gefahr des Verschluckens. Deshalb ist kinetischer Sand erst ab 3 Jahren zugelassen. Weiter berichten Käufer von unangenehmen Geruch, der von dem Produkt ausgeht. Dies könnte ein Hinweis auf Fehler in der Produktion, auf Zutaten von minderer Qualität oder auf Verunreinigungen sein. Sollten Sie unsicher sein, gehen Sie kein Risiko ein und reklamieren das Produkt.

Eine weitere mögliche Gefahr stellt das Bindemittel Polydimethylsiloxan dar. Siloxane sind Bausteine für Silikonprodukte. Sie galten lange Zeit als ungefährlich, allerdings gibt es Hinweise auf gefährliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt.

Den kinetischen Sand zu formen, ist ein magisches und faszinierendes Erlebnis – so das Werbeversprechen des Herstellers. Wir empfehlen dennoch eine kritische Prüfung und seien Sie sich – trotz aller Magie und Faszination – der Risiken bewusst.

Quelle: Newsletter der BAG Mehr Sicherheit für Kinder e.V. vom 23.07.14

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