Der erste Elternabend – So gelingt er garantiert

Der erste Elternabend ist immer für alle Beteiligten mit einer gewissen Anspannung verbunden. Für Sie als Leitung bedeutet es, dass die Blicke von Eltern und Kolleginnen erwartungsvoll auf Sie gerichtet sind. Überlegen Sie im Team, wie Sie diesen Abend gestalten wollen. Dabei sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Soll am ersten Elternabend gleichzeitig die Wahl des Elternbeirats erfolgen?
  • Welche Inhalte möchten wir an diesem Abend transportieren? z. B. Vorstellung der Einrichtung
  • Wie soll der Ablauf aussehen? Möchten wir die Eltern aktiv beteiligen, und wenn ja, in welcher Form?
  • Brauchen wir Materialien zur Unterstützung, z. B. PowerPoint Folien, Tageslichtprojektor, Flipchart
  • Wie soll der räumliche Rahmen gestaltet werden? Ort, Aufstellung der Sitzgelegenheiten. Soll Informationsmaterial ausliegen, und wenn ja, welches?
  • Soll ein Büchertisch mit Literaturempfehlungen bereitstehen?
  • Sollen Getränke angeboten werden?
  • Wer übernimmt welchen Part, welche Aufgabe am Elternabend?

Sehr positive Rückmeldungen kommen von Einrichtungen, die beim ersten Elternabend auch die Einrichtung anschaulich vorstellten.

Das sind wir – Ein Tag bei uns im Kindergarten

Auch wenn Sie kein Freund von PowerPoint Präsentationen sind – zum Vorstellen der Einrichtung gibt es kein besseres Medium. Machen Sie zuvor verschiedene Fotos von Situationen aus dem Alltag: Eine Begrüßungsszene, der Morgenkreis, Freispielsituationen, gezielte Angebote, Spielmomente im Freien usw. Diese Bilder integrieren Sie dann mit verschiedenen Grafiken und Texten zu Ihrer Konzeption in einer Präsentation. Sie können das Ganze auch noch mit Bildern aus vergangenen Projekten, Festen und Elternveranstaltungen ergänzen.

Bildungsbereiche Kita

Beispiel für den Ablauf eines ersten Elternabends in der Kita

  1. Begrüßung
    Verzichten Sie auf Floskeln („Schön, dass Sie so zahlreich erschienen sind“), reden Sie ohne Script und frei. Sollte ein Vertreter des Trägers anwesend sein, so sollten Sie diesen mit Namen extra begrüßen.
  2. Neue Kolleginnen vorstellen bzw. sich vorstellen lassen
  3. Kennen lernen
    Wenn sich viele Eltern noch nicht kennen, können Sie ein Begrüßungs- oder Kennenlern-Spiel einplanen. Doch Vorsicht: Vermeiden Sie Kinderspiele oder Spiele, bei denen sich Eltern zu sehr darstellen müssen.

Begrüßung und Kennen lernen

  • Lassen Sie die Kinder Bilder von ihren Eltern malen. Diese werden auf die Stühle gelegt, die Eltern müssen sich selber wieder erkennen und finden so ihren Sitzplatz.
  • Nur für kleinere Gruppen geeignet:
    Jedes Elternteil darf zu jedem Buchstaben des eigenen Namens oder dem des Kindes ein Wort nennen, das kennzeichnend ist. Beispiel: Eva
    E entdeckungsfreudig
    V verantwortungsbewusst
    A Argenstein (Wohnort)
  • Jedes Elternteil fertigt einen kleinen Steckbrief von sich an. Sinnvoll ist es, schon im Vorfeld ein Muster zu entwerfen und zu kopieren. Der Steckbrief kann Dinge wie „Haarfarbe“ oder „Lieblingsurlaubsziel“ oder auch den Vornamen enthalten. Alle Steckbriefe werden ausgelegt, jeder darf einen auswählen und sich auf die Suche nach der entsprechenden Person machen. Sorgt für lockere Unterhaltung und Kennenlernen ohne Druck.

Die Einrichtung kennen lernen

  • Lassen Sie jedes Elternteil einen Punkt auf eine Karteikarte schreiben, was sie bereits über die Einrichtung wissen (z. B. Montag ist Mitbring-Tag). Die Karten werden eingesammelt, nach Bereichen sortiert, sichtbar aufgehängt und die Informationen ggf. ergänzt.
  • Die Eltern dürfen sich frei in der Einrichtung bewegen und alles erkunden. In jedem Bereich oder Raum ist eine Mitarbeiterin, die eventuelle Fragen beantwortet. Anschließend berichten die Eltern über ihre Entdeckungen und die entsprechende Mitarbeiterin ergänzt, wie das Kind in dem jeweiligen Bereich gefördert wird und welche Möglichkeiten sich verbergen.
  • Stellen Sie Ihre Einrichtung mit Hilfe einer PowerPoint Präsentation mit vielen Bildern aus dem Alltag vor. Diese Methode kann auch gut mit den zwei zuvor genannten kombiniert werden.

4. Jahresplan oder geplante Aktionen im kommenden Jahr vorstellen
5. Elternbeiratswahl    

Hier können Sie den bisherigen Elternbeirat mit einbeziehen und diesen Part von dem Vorsitzenden übernehmen lassen.

6. Verabschiedung und Lockere Runde

Nach der offiziellen Verabschiedung können Sie noch einen Ausklang in lockerer Runde vorschlagen. So haben Eltern noch die Möglichkeit, miteinander oder mit den Erzieherinnen ins Gespräch zu kommen.

Quelle: Newsletter Kita-aktuell vom 01.09.2013

 

 

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