Interkulturelle Kompetenz

Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund ist mittlerweile in vielen Kitas sehr hoch. Mit der Zusammenarbeit mit Familien aus anderen Herkunftsländern sollten sich daher alle Fachkräfte in Kitas auseinandersetzen. Interkulturelle Kompetenz ist gefragt – doch was ist damit eigentlich gemeint? Laut dem Deutschen Verein umschreibt dieser Begriff ein „Anforderungsprofil zum sensiblen und gleichberechtigten Umgang mit Menschen anderer Kulturen“.
Dazu gehören:

1. Kognitive Kompetenzen

  • Kenntnisse sozialer Aspekte von Migration
  • Kulturspezifische Hintergründe
  • und das Wissen um eigenkulturelle Prägung

2. Personale Kompetenzen

  • Offenheit
  • Empathie
  • Vorurteilsfreiheit
  • Echtheit

3. Handlungskompetenzen

  • Kommunikation
  • Dialog
  • Interaktion

Interkulturelles Lernen meint die Fähigkeit, dass Menschen aus verschiedenen Kulturen zufriedenstellend miteinander umgehen. Schon in jungen Jahren kann diese Fähigkeit gefördert und entwickelt werden.
Die Zusammenarbeit mit Familien mit Migrationshintergrund ist für Fachkräfte in Kindertagesstätten eine Herausforderung und eine Chance. Verständigungs- und Verständnisprobleme, unterschiedliche Einstellungen und kulturelle Prägungen gilt es im gemeinsamen Alltag zu bewältigen. Sie haben einen großen Einfluss auf die frühkindliche Entwicklung Ihrer Schützlinge. Daher ist es wichtig, bei einer intensiven Zusammenarbeit mit den Eltern eine Verbindung zwischen den Kulturen zu schaffen.

Um dies zu erreichen, ist es wichtig, ein genaues Bild über die Familie zu bekommen:

  • Aus welchem Land und welcher Region stammt die Familie?
  • Wie ist der Bildungshintergrund?
  • Aus welchem Herkunftsmilieu kommt die Familie?
  • Wie ist die Lebenslage in Deutschland?
  • Informieren Sie sich über die Religion, Feste und Bräuche des jeweiligen Landes
  • Machen Sie sich mit der Verteilung von Geschlechterrollen und Erziehungsvorstellungen vertraut

Quelle: Newsletter Kita aktuell vom 22.06.14

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