Welche Maßnahmen sind bei Verdacht auf Vergiftung bei Kleinkindern notwendig?

Ruhe bewahren! Auch den geringsten Verdacht sehr ernst nehmen!

Zeigt das Kind Anzeichen von Gesundheitsstörungen, wie z.B. Schläfrigkeit, Bewußtseinsveränderungen, Sprach- oder Gangstörungen, Erbrechen: sofortigen Transport (Notarztwagen) in eine Klinik veranlassen.

Ist das Verhalten des Kindes völlig unauffällig: Information über zuständige Giftnotzentrale einholen. Die aktuelle Telefonnummer sollte an präsenter Stelle aushängen.

Gleichzeitig sollte der Versuch des Auslösens von Erbrechen unternommen werden. – Nicht bei bewußtseinsgetrübten Kindern und bei Verdacht auf säurehaltige Mittel! – Dazu wird versucht, dem Kind größere Mengen an gesüßtem Wasser zu verabreichen.

Anschließende vorsichtige Rachenreizung mit einem Löffelstiel führt meist zum Erbrechen. Es muss dabei beachtet werden, ob wegen unbeherschbarer Unruhe des Kindes und damit einer Gefahr des Einatmens von Erbrochenem davon Abstand zu nehmen ist.

Niemals Salzwasser oder Milch verabreichen!!!

Bei Transport in die Klinik sind Reste und der Behälter des Vergiftungsstoffes bzw. Pflanzenproben oder Erbrochens mitzugeben.

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